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Das LQL-Projekt: LEBENSQUALITÄT LEBENSLANG

Was ist das LQL-Projekt?  

In einer Zeit, in der viele Menschen immer älter werden, stellt sich nicht nur die Frage nach der Länge des Lebens, sondern vor allem nach dessen Qualität. Körperliche Einschränkungen, Vereinsamung, Bewegungsmangel und der Verlust von Lebensfreude gehören heute zu den größten Herausforderungen des Älterwerdens. Gleichzeitig zeigen moderne Erkenntnisse aus Gesundheitswissenschaft, Gerontologie, Psychologie und Neurobiologie: Viele belastende Entwicklungen im Alter können positiv beeinflusst werden. Genau hier setzt das Projekt LebensQualität Lebenslang an.

Das LQL-Projekt geht davon aus, dass Gesundheit weit mehr ist als die Abwesenheit von Krankheit. Lebensqualität entsteht dort, wo Menschen sich lebendig, angenommen, verbunden und beteiligt erleben. LQL möchte Erfahrungsräume für Begegnung, Selbstfürsorge, achtsame Bewegung, Humor, Heiterkeit und menschliche Wärme schaffen. Es ist ein offenes Gesundheits- und Begegnungsprojekt, das Menschen dabei unterstützt,

  • ihre körperliche, geistige und seelische Gesundheit aktiv zu pflegen,
  • ihre Selbstwirksamkeit zu stärken,
  • Lebendigkeit und Beweglichkeit zu erhalten,
  • soziale Isolation und Vereinsamung vorzubeugen,
  • ein nährendes gesellschaftliches Miteinander zu fördern.

Viele Menschen fürchten am Alter weniger den Tod und das Sterben als Einsamkeit, Abhängigkeit und den Verlust von Lebendigkeit. LQL setzt genau dort an: nicht defizitorientiert, sondern lebensbejahend. Nicht abwartend, sondern aktiv handelnd.

Im Ansatz einfach, menschlich und alltagsnah

Ein zentrales Merkmal des LQL-Projekts ist seine Niederschwelligkeit. Die Teilnahme ist voraussetzungslos möglich. Alter, körperliche Verfassung oder Vorerfahrungen spielen keine entscheidende Rolle, um daran teilzunehmen. Im Mittelpunkt stehen Aktivitäten, die

  • ein heiteres, respektvolles und konkurrenzloses Miteinander fördern,
  • die natürliche Lebendigkeit stärken,
  • Beweglichkeit und Körpergefühl erhalten,
  • liebevolle Selbstzuwendung ermöglichen,
  • soziale Verbundenheit unterstützen,
  • sowie persönliches Engagement und Mitgestaltung fördern.

Dabei wird bewusst auf Leistungsdruck verzichtet. Nicht Perfektion, sondern Wohlbefinden gemeinsames Erleben stehen im Mittelpunkt.

Zentrale Themenbereiche des LQL-Konzepts

Natürliches Atmen

Die Atmung beeinflusst die körperliche Gesundheit, die emotionale Stabilität und die geistige Wachheit unmittelbar. Viele Menschen atmen im Alltag – und besonders im Alter - flach, angespannt und ineffektiv. Im LQL-Projekt werden einfache Atemformen vermittelt, die

  • beruhigen und beleben,
  • Stress reduzieren,
  • die Körperwahrnehmung verbessern,
  • und innere Stabilität fördern können.

Bewusstes Atmen unterstützt nachweislich die Regulation des Nervensystems und stärkt die Selbstwahrnehmung.

vitalisierendes Dehnen & Gähnen

Sanftes Dehnen und natürliches Gähnen können Spannungen lösen, die Beweglichkeit fördern und ein Gefühl innerer Weite und Lebendigkeit entstehen lassen. Alle Menschen, besonders aber ältere, profitieren von Bewegungsformen, die langsam, achtsam, gelenkschonend und ohne Leistungsdruck durchgeführt werden. Das LQL-Konzept nutzt daher einfache und natürliche Bewegungsimpulse und Formen, die den Körper angenehm erfahrbar machen und Freude an Bewegung erhalten.

gesundheitsfördernde Bewegung 

Regelmäßige Bewegung zählt zu den wichtigsten Faktoren des Lebens und des gesunden Alterns. Bereits einfache Übungen können helfen, Gleichgewicht, Koordination, Muskelkraft, Mobilität und Selbstständigkeit langfristig zu erhalten.

Im Mittelpunkt der Körperarbeit des LQL-Konzeptes stehen daher weder sportliche Leistungen noch spezielle Bewegungstechniken, sondern lebendige, alltagsnahe und leicht praktikable Bewegungsformen, die das Körpervertrauen erhalten und fördern und die Sicherheit stärken.

Liebevolle Selbstberührung & Sinnlichkeit

Berührung ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass achtsame Berührung und Selbstberührung Stress reduzieren und das Wohlbefinden deutlich verbessern kann. Gerade im Alter erleben viele Menschen jedoch einen gravierenden Berührungsmangel.

Das LQL-Projekt vermittelt vielfältige Formen achtsamer Berührung und Selbstberührung. Diese können beruhigend wirken, das Körpergefühl verbessern, emotionale Stabilität fördern und das Gefühl von Selbstverbundenheit stärken.

Lächeln, Lachen & Heiterkeit

Heiterkeit ist keine Nebensache – sie ist ein bedeutender Gesundheitsfaktor. Aktives Lächeln führt zu Heiterkeit, Zufriedenheit und innerem Frieden - selbst dann, wenn es nichts zum Lachen gibt. Lachen und Lächeln können

  • Stresshormone reduzieren,
  • soziale Nähe fördern,
  • emotionale Spannungen lösen
  • und das subjektive Wohlbefinden steigern.

Im LQL-Projekt werden deshalb bewusst heitere Begegnungsformen gepflegt, die Freude, Leichtigkeit, und Humor ermöglichen.

Gemeinschaftserleben 

Menschen brauchen Resonanz- und Bewegungsräume. Gemeinsames Singen und Erzählen, Mitteilen und Austauschen, Tanzen und spielerische Interaktionen stärken das Zugehörigkeitsgefühl und soziale die Verbundenheit und setzen Kreativität und Lebenserfahrungen frei. Gerade ältere Menschen erleben durch solche gemeinschaftlichen Aktivitäten neue Lebendigkeit und Teilhabe.

Wissenschaftliche Grundlagen des LQL-Projekts

Studien zeigen, dass soziale Isolation, Bewegungsmangel und chronischer Stress erhebliche Auswirkungen auf Gesundheit und Lebensdauer haben. Gleichzeitig bestätigen viele Untersuchungen, dass soziale Verbundenheit, Bewegung, Humor und Körperwahrnehmung stabilisierend auf die Gesundheit und das Wohlbefinden wirken. Das LQL-Projekt verbindet darum praktische Erfahrung mit Erkenntnissen aus verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen: Gesundheitsförderung und Prävention, Gerontologie und Altersforschung, Bewegungswissenschaft, Neurobiologie sozialer Verbundenheit, Embodiment-Forschung und Positive Psychologie.

Einsatzmöglichkeiten in Institutionen

Das LQL-Konzept eignet sich besonders für

  • Gesundheitsinitiativen in privaten oder öffentlichen Bereichen,
  • Senioreneinrichtungen. Pflegeheime und Tageszentren,
  • Bildungseinrichtungen,
  • therapeutische Einrichtungen,
  • soziale Projekte und generationenübergreifende Begegnungsräume.

LQL-Angebote können flexibel angepasst werden – von regelmäßigen Gruppenformaten und einzelnen Workshops bis hin zu Fortbildungen für Mitarbeitende unterschiedlicher Institutionen.

Initiator des LQL-Projekt

Peter Cubasch ist der Initiator des Projekts. Er ist Psychotherapeut (IT), Pädagoge und Sportwissenschaftler (IT), Atemlehrer, Musik- und Tanzpädagoge, Lachyoga- und Ayurveda-Yogalehrer. Er war viele Jahre in Forschung und Lehre an diversen Universitäten tätig und ist seit über 40 Jahren in der Gesundheitspflege und Therapie engagiert. Peter Cubasch ist Leiter der WIENER ATEMSCHULE und Begründer des CHASMO-Trainings®, der ResoStretch-Methode® und der IDIOPRAXIE® sowie Autor mehrerer Bücher zu den Themen Atem, Gähnen, Dehnen, Lachen und Selbstberührung. 

Organisatorisches, Teilnahme und Mitwirkung

Das Projekt startet am 12./13. 9. 2026 mit einem Präsenz-Wochenende.                             Bei diesem ersten Zusammentreffen (KICK-OFF) wird die Projektidee vorgestellt und in der Praxis erfahrbar gemacht. Alle, die von Anfang an dabei sein wollen, die das LQL-Projekt kennenlernen und unterstützen möchten oder in Zukunft selbst LQL-Gruppen anbieten wollen, sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.                                                                                                                                                  In der Zeit danach werden kontinuierlich und kostenlos sattfindende Online Treffen angeboten. Einmal pro Quartal wird es ein LQL-Präsenz-Wochenende geben - zum Begegnen, Erleben und Weiterentwickeln. So soll aus dem Projekt über die Zeit eine Bewegung werden.                                 

Termin: 12./13. September 2026  (Beginn: Samstag, 10.30, Ende Sonntag 13.00 Uhr)                                         Ort: Hotel Krainerhütte  in  Baden bei Wien   Anreise bereits am Vortag ist möglich.)                            Kosten: 99,- Euro  (zzgl. Hotelkosten)

Um frühzeitige Anmeldung wird gebeten.